Werte Leserinnen und Leser, das Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu und der Wohnimmobilienmarkt präsentiert sich weiterhin mit einer deutlichen Divergenz zwischen Angebot und Nachfrage. Während in ländlichen Regionen mancherorts zunehmende Leerstände und Abwanderungstendenzen zu beobachten sind, hält der Zustrom in die Ballungszentren unvermindert an. Gerade in diesen urbanen Räumen – insbesondere im unteren und mittleren Preissegment – trifft eine anhaltend hohe Nachfrage weiterhin auf ein zu knappes Angebot. Die Folge ist ein nach wie vor spürbarer Aufwärtsdruck auf die Mietpreise. Bei Wohnimmobilien zur Eigennutzung deutet sich hingegen ein leichter Aufwärtstrend an. Dies erscheint nachvollziehbar: Vor allem junge Paare und Familien möchten im Rahmen ihrer Möglichkeiten den Schritt ins eigene Zuhause gehen – und können oder wollen diesen Wunsch nicht auf unbestimmte Zeit aufschieben. Im Wohnungsneubau erkennen wir derzeit jedoch noch keine grundlegende Trendwende. Die...
Werte Leser und Leserinnen, spätestens seit dem Ende der Niedrigzinsphase wird zunehmend darüber diskutiert, ob Immobilieneigentum heutzutage noch erschwinglich ist oder ob das früher leichter war. Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass vor Jahrzehnten der finazielle Spielraum für Käufer aus einem Grund sicherlich größer war: Denn z.B. die Grunderwerbssteuer lag mal bei 2% und ist mittlerweile je nach Bundesland auf bis zu 6,5% angestiegen. Zudem war die Belastung des Erwerbseinkommens durch Sozialversicherungsbeiträge niedriger als in diesen Tagen. Auch manche steuerliche Förderung hat sicherlich geholfen. Betrachtet man die Finanzierungsseite, so kann man die oft allegmein verbreitete Skepsis nicht unbedingt teilen. Hat man Anfang der 2000er Jahre ein Haus finanziert, so waren die Kaufpreise niedriger, die Zinsen mit z.B. ca. 6,5% (10 Jahre) deutlich höher als heute mit ca. 3,5%. Nimmt man ein Haus, das damals 400.000 € gekostet hat, ergibt sich (ohne...